Ab in die Berge - Mach die Wechseljahre zu Wanderjahren!

Ab in die Berge - Mach die Wechseljahre zu Wanderjahren!

Mit Bewegung lassen sich viele Wechselsymptome lindern


Ein Aufenthalt in den Bergen eignet sich um diese Jahreszeit besonders gut, der September ist noch warm genug und Schweißausbrüche oder Hitzewallungen haben in der kühlen Bergluft keine Chance. Wandern ist nicht nur ein wirksames Ganzkörper-Training, das Panorama, der Duft der Kräuter und die Ruhe sind eine Wohltat für deine Seele. 

Jungbrunnen Wandern

Moderates Gehen im Gelände oder Berg-Wandern wirken sich, wie Gesundheits-Experten immer wieder betonen, äußerst positiv auf den gesamten Organismus aus. Nicht nur der Blutdruck, sondern auch der Zucker- und Fettstoffwechsel werden vom Wandern positiv beeinflusst. 

Du bewegst dich moderat, wenn du dich während des Gehens noch unterhalten kannst. Außerdem ist es nicht ganz unwichtig, welche Umgebung du dir zum Wandern aussuchst. Trainierte und fitte Personen schaffen einen steileren Aufstieg, während völlig Ungeübte anfangs vielleicht lieber ein hügeliges Gebiet aussuchen, um Kondition und Koordination aufzubauen. Je mehr und öfter du gehst oder wanderst, umso leichter wird es! 

Das menschliche Immunsystem funktioniert am besten bei regelmäßiger und moderater Bewegung. Durch die Regelmäßigkeit wird die Funktionsfähigkeit des Immunsystems erhalten und es wird dadurch weniger anfällig für Infekte. Doch Vorsicht, bewegst du dich wir extrem viel oder besonders selten, kann das auch zu einem gestressten statt ausgeglichenen Immunsystem führen. 

Ein Studien-Ergebnis zeigt, dass Wandern die Pulsfrequenz sinken lässt und noch ein bis zwei Wochen nach der Rückkehr aus den Bergen die Pulsfrequenz stabil niedrig bleibt. Darüber hinaus nehmen Konzentrationsprobleme, Müdigkeit, Stress und Energielosigkeit ab.

Wandern aktiviert außerdem die Knochen und kann deshalb als Vorbeugung gegen Osteoporose angesehen werden. Man weiß mittlerweile auch, dass bei Gelenkproblemen die Beweglichkeit durch regelmäßige körperliche Aktivitäten länger erhalten werden kann. Menschen mit Allergien können in den Bergen wieder durchatmen, weil der Pollenflug mit zunehmender Höhe abnimmt.



Wechseljahre werden zu Wanderjahren, Beschwerden haben keine Chance
Wechseljahre werden zu Wanderjahren, Beschwerden haben keine Chance


8 Vorteile auf einen Blick

Wandern…

  • … ist ein Ganzkörper-Training.
  • ... gleicht Puls und Blutdruck aus
  • … erhöht die Anzahl der roten Blutkörperchern. 
  • … verbessert den Blutfettstoffwechsel und den Blutzuckerspiegel.
  • … unterstützt beim Abnehmen.
  • … verbessert die Schlafdauer, die Schlafqualität und die Fähigkeit zum Durchschlafen.
  • … fördert eine bejahende und positive Lebenseinstellung.
  • … konfrontiert uns mit unseren Grenzen. Was schaffen wir und was nicht?

Die richtige Vorbereitung

Erfahrene Bergsteiger oder Wanderer wissen, wie viel sie sich zutrauen können. Jemand, der noch nicht so viel Erfahrung hat, fängt lieber gemütlich an. Bergauf- und bergab gehen in einem nicht so steilen Gelände fördert die Trittsicherheit. Damit wird eine solide Basis für anspruchsvollere Touren über Steine, Geröll oder Wurzeln geschaffen. Kürzere und einfachere Touren machen genauso viel Spaß und steigern das allgemeine Wohlbefinden.

Wandern unterstützt aber nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Balance. Wer dreimal in der Woche Zeit für eine einstündige Tour hat, ist klar im Vorteil. Wandern ist nicht nur ein gutes Ausdauertraining, es wirkt sich auch positiv auf depressive Stimmungen aus. Die Gerüche und Geräusche der Natur, die klare Luft und die Beinarbeit tun ganz einfach gut!

Durch die körperliche Bewegung werden Endorphine (Glückshormone) ausgeschüttet und zum Beispiel Cortisol und Adrenalin (Stresshormone) abgebaut. Das ist gut für die Seele! Manchmal finden die Menschen beim Wandern oder Gehen neue Wege für ihr Leben. Durch das Gehen und die Ruhe ergeben sich eventuell neue Lösungsansätze, die auch bei einer Neuorientierung helfen können. Blicken wir aus den Bergen ins Tal, sehen wir, wie klein die Dinge sind, und dass nicht alles so bedrohlich sein muss, wie es scheint. 

Je besser die Vorbereitung, desto schöner die Wanderung

Ein Ausflug in die Berge soll zum Erlebnis mit Erholungs- und Wiederholungsfaktor werden. Es zahlt sich aus, eine Wanderung zu planen und genau zu überlegen, was in den Rucksack eingepackt werden soll.  

Stabile Schuhe
Die Wanderschuhe sollten die Knöchel stützen, gut sitzen und eine Profilsohle haben. Vor einer größeren Tour sollten neue Wanderschuhe eingetragen werden. Außerdem sollte man auf die richtige Größe der Socken achten, damit sie keine Falten verursachen. Wer will schon mit wunden Füßen oder Blasen am Gipfel stehen?

Die richtige Bekleidung
Auch wenn beim Aufbruch die Sonne vom Himmel lacht, in den Bergen kann sich das Wetter ausgesprochen schnell ändern. Deshalb gehört auf jeden Fall wasser- und winddichte Bekleidung in den Rucksack. Ein frisches T-Shirt zum Wechseln kann nach einem schweißtreibenden Aufstieg auch nicht schaden. 

Geht es ganz hoch hinauf ins Gebirge, gehören auch eine Haube und Handschuhe in den Rucksack.

Sonnenschutz
Unbedingt Sonnenschutzmittel, Sonnenbrillen und Kopfbedeckung mitnehmen! In hohen Lagen ist die UV-Strahlung viel stärker.

Wanderstöcke
Beim Bergabgehen können sie die Entlastung der Kniegelenke unterstützen.

Getränke
Unbedingt genügend Wasser mitnehmen! Für jede Stunde kann man zwischen einem halben und einem dreiviertel Liter Wasser pro Person rechnen. Auch ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte sind gesunde Durstlöscher.

Jause
Frische Luft und Bewegung machen hungrig! Vollkornbrot, Käse, hart gekochte Eier, Gemüse und Obst geben Energie zum Weitergehen. Naschkatzen packen Nüsse, Müsli-Riegel oder Trockenfrüchte ein.

Reiseapotheke
Im Rucksack sollten, neben der wichtigsten Verpflegung und Ausrüstung, auch noch einige Erste-Hilfe-Utensilien Platz finden. Pflaster, eine Bandage und ein Dreieckstuch können im Ernstfall gute Dienste leisten.


Weniger Stresshormone durch Wandern - ist das nicht einen Versuch wert?
Weniger Stresshormone durch Wandern - ist das nicht einen Versuch wert?


Wandern wirkt nachhaltig

Wer sich regelmäßig bewegt bzw. wandert, baut auch in weniger aktiven Phasen Stresshormone schneller ab. 

Wenn du erst später mit dem Wandern beginnen und noch weiterlesen möchtest, hast du hier die Möglichkeit. Finde viele nützliche Tipps rund um das Thema Wechseljahre:

 

 

Photo by Cristina Gottardi on Unsplash
Photo by Jason Blackeye on Unsplash
Photo by andrew welch on Unsplash

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