Die Katze um den Bauch - Warum wir im Wechsel zunehmen

Die Katze um den Bauch - Warum wir im Wechsel zunehmen

Was hat jetzt die Katze mit den Wechseljahren zu tun?
Im Wechsel verändert sich so einiges. Vor allem auch mit der Gewichtszunahme haben viel von uns zu kämpfen. Plötzlich sitzt nichts mehr so richtig und trotz Sport und gesunder Ernährung, legt sich da langsam so ein Fettpölsterchen um den Bauch. 
Wie schon einmal erwähnt, nennt die Moderatorin Ina Müller das Ganze liebevoll „die Katze um den Bauch“, was wir doch gerne so in unseren Sprachgebrauch übernehmen. 

Warum nehmen wir überhaupt so leicht zu?

In den Wechseljahren ist es ganz normal, dass man 4-5kg zunimmt. Das liegt vor allem an den Hormonschwankungen und, dass unser Körper in dieser Zeit durch eben jene Umstellung unter Stress steht. Dazu kommt, dass wir durch die Veränderungen im Stoffwechsel automatisch einen geringeren Energiebedarf hat als in unseren 20ern und 30ern. (Allein das Produzieren von einer Eizelle verbraucht einiges an Energie)

Ganz zu Beginn der Wechseljahre, ist vor allem das sinkende Progesteron und damit ein relativer Überschuss an Östrogen verantwortlich für eine Gewichtzunahme. 

Daher sollte hier auch auf die zusätzliche Einnahme von Östrogen verzichtet werden. 

Dass sich das Fett später hauptsächlich in der Bauchgegend sammelt, liegt daran, dass nun auch der Östrogenspiegel sinkt, was zu einem relativen Überschuss an Testosteron führt. Wie bei Männern auch, sammelt sich das Fett dann weniger an der Hüfte und dafür vorwiegend am Bauch.  

Die gute Nachricht – unser Körper macht das nicht ganz umsonst. Fettgewebe produziert nämlich Östrogen und übernimmt somit eine wichtige Funktion. Und mehr Östrogen sorgt auch für weniger Beschwerden!

Trotzdem fühlen sich viele Frauen unwohl oder wollen zumindest nicht mehr als die „normalen 5kg“ zunehmen. 

Was wir tun können, um unseren Körper optimal zu unterstützen und unser Gewicht zu halten:

Eigentlich besteht die Antwort auch hier wieder aus der „Dreifaltigkeit“ des gesunden Lebens ;) 

Zum einen sollte, auch wenn das vielleicht gerade jetzt in der Zeit der Umstellung, ein bisschen schwerfällt, regelmäßige Bewegung in den Alltag eingebaut werden. Das heißt öfter die Treppe nehmen, mit dem Rad zur Arbeit, usw. 
"Richtiger" Sport ist allerdings unersetzlich. Besonders gut sind vor allem auch Sportarten, die auf Kraft ausgelegt sind. Denn so wird das Fett in Muskeln umgewandelt, die wiederum unsere Knochen schützten und den Körper insgesamt straffer werden lassen.

Geeignete Sportarten dafür sind z.B. Yoga und Pilates, Gewichttraining oder Zumba, was Ausdauer- und Krafttraining vereint. 

Bewegung wirkt sich zudem positiv auf die verschiedensten Bereiche unserer Gesundheit und vor allem auch auf unsere Psyche auf. Denn während des Sports, werden extra Endorphine (Glückshormone) ausgeschüttet und gleichzeitig Stresshormone wie Cortisol gebremst. 

Und das ist jetzt besonders wichtig. Denn, wie bereits erwähnt, steht unser Körper durch die hormonelle Umstellung in unserem gesamten Stoffwechsel unter Stress, der jetzt noch zusätzlich, zum Alltagsstress hinzukommt. Es hilft nicht, dass man sich jetzt vielleicht sowieso noch zusätzlich wegen den Veränderungen stresst.

Das Ganze wird schnell zum Teufelskreis, denn das für unseren Stress verantwortliche Hormon, Cortisol, steuert auch das Hungergefühl, den Blutdruck, den Blutzuckerspiegel, den Schlaf-Wach-Rhythmus, das Immunsystem und noch einiges mehr.

In einer Stresssituation sorgt das Cortisol zunächst dafür, dass alle im Körper verfügbaren Energiereserven genutzt werden, denn der Körper braucht Energie, um die Situation zu überstehen. Sind die Reserven aufgebraucht, bekommen wir meist Heißhunger auf Süßes, da Zucker vom Körper besonders schnell verwertet werden kann. 

Damit einhergehend produziert der Körper jetzt Insulin, um die Energie überhaupt aufnehmen zu können.

Und genau das sorgt für die Katze. Denn das Insulin fördert die Fettproduktion. Stehen wir jetzt unter andauerndem Stress, wird auch andauernd Insulin und somit Fett produziert. Gleichzeitig fährt die Schilddrüse die Hormonproduktion und damit die Stoffwechselregulation zurück, was zusätzlich dafür sorgt, dass weniger Kalorien verbrannt werden.

Daher gilt es – als zweiten Punkt – Stress zu reduzieren! Das geht auf verschiedene Arten, ein paar haben wir z.B. hier schon einmal für dich zusammengefasst haben! ;) 

Am besten unterstützt man den Körper natürlich zusätzlich mit der richtigen Ernährung

Die ideale Ernährung im Wechsel ist vor allem ballaststoffreich und enthält viele Antioxidatien (z.B. Vitamin C) und Mikronährstoffe. Magnesium und B-Vitamine sind z.B. wichtig bei Stress, Jod hilft der Schilddrüse und den Nerven und natürliche Phytoöstrogene wirken unserem Östrogen-Mangel entgegen. 
Diese sind vor beispielsweise in Avocados, Leinsamen, Stangensellerie, aber auch Granatäpfeln und Karotten enthalten.  Sowohl die B-Vitamine, als auch das Vitamin C, sind übrigens fettlöslich, weshalb man darauf achten sollte, diese zusammen mit gesunden (einfach ungesättigte und Omega-3) Fetten zu essen. 
 

Unterstützend zu all diesen Tipps, können wir außerdem eine Kombination von „Wechseljahre Forte“ und den Sättigungskapseln empfehlen. So kommt der Hormonhaushalt wieder in die Balance und Heißhungerattacken können vorgebeugt werden.

Der beste Tipp bleibt aber immer noch - sich einfach nicht wegen all dem stressen und mit Liebe auf sich schauen! ;)