Die Kunst der Selbstmotivation - überwinde deinen Widerstand

Die Kunst der Selbstmotivation - überwinde deinen Widerstand

Gerade wenn die Temperaturen sinken und wir uns gemütlich daheim auf dem Sofa einkuscheln, schlägt dieses Tier wieder zu. Dieser innere Schweinehund. Die Motivation sinkt, während sich die Kekse langsam stapeln - eine Kombination, die wiederum die Hüften ins Rollen bringt, oder eher die Rollen an die Hüften.

Aber egal, ob es die Motivation zur physischen Bewegung ist oder nur dazu, etwas zu bewegen - dem neuen Hobby nachgehen, den eigenen Business Plan fertig schreiben oder Mails beantworten - dieses kleine Tierchen will uns einfach nicht loslegen lassen. Auf Dauer kann das sogar zum Kampf werden. Zum Kampf gegen uns selbst.

Warum fällt die Motivation oft so schwer?

Die eine macht einfach, die andere kämpft immer und immer wieder gegen den inneren Schweinehund und verliert trotzdem. Woran liegt das?
Experten zufolge hängt das Phänomen mit Erfahrungen in der Kindheit zusammen und damit, ob man von sich aus bereits eine gewisse Neugier mitbringt oder eher vorsichtig und zurückhaltend ist, was neue Erfahrungen betrifft. 

Hat uns als Kind kein Erwachsener wieder und wieder ermutigt, auch bei Herausforderungen nicht aufzugeben, sondern weiterzumachen, haben wir zum Beispiel gelernt – dass es sich nicht auszahlt. Sich später im Leben zu motivieren, kann durch solche Erfahrungen schwerer fallen.

  • Gewohntes und Routine geben Sicherheit

Zudem sind wir Menschen Gewohnheitstiere. Im Laufe des Lebens legen wir uns so einige Gewohnheiten an und Strategien zurecht, um möglichst den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. Der führt eben oft auf die Couch, statt ins Fitnessstudio. Nur ist dieser Weg nicht der interessante. Auf der Couch werden wir nur wenig Neues erleben. Erst dadurch, dass wir in Bewegung kommen und etwas tun, wird unser Leben interessant. 

  • Extrinsische vs. intrinsische Motivation.

Motivation findet nicht nicht nur im Kopf statt. Es ist vielmehr das Zusammenspiel unseres Geists und unserem Körper. Nur wenn beides im Einklang ist, können wir Dinge anpacken. Nur dann können wir motiviert an unseren Zielen arbeiten. Somit gilt es, Körper und Geist in Einklang zu bringen.

1. Extrinsische Motivation

Bei der extrinsischen Motivation werden wir von außen motiviert. Wenn bspw. eine Freundin einlädt, mit ihr einen Ausflug zu machen oder zusammen laufen zu gehen.

Genauso kann es aber auch ganz pragmatisch um eine Gehaltserhöhung oder den Bonus gehen, für den man sich noch einmal extra ins Zeug legt. Dann ist Geld die extrinsische Motivation. Die Arbeit selbst ist nur das Mittel dazu. 

2. Intrinsische Motivation
Intrinsische Motivation entsteht aus innerer Überzeugung. Man tut etwas, weil man es wirklich will. Der Anreiz kommt also aus einem selbst.
Bei der intrinsischen Motivation handeln wir aus innerer Überzeugung. Wir tun etwas, weil wir es wirklich wollen. Weil wir es selbst möchten. Aus unserem Inneren heraus. Das beste Beispiel dafür sind unsere Hobbies. Zum Beispiel die neue Sportart, die wir ausprobieren wollen, ohne damit ein bestimmtes Ziel wie Gewichtsverlust zu verfolgen. Das Interesse am Sport ist damit intrinsisch.

Doch was fängt man mit der Selbstmotivation nun an? Wie geht das, sich selbst zu motivieren? Wie gelingt einem der Schritt aus der Komfortzone hin zum Tun? Der Schweinehund scheint sich oft als unüberwindbare Hürde zu erweisen.  Manchmal hilft weder das eine noch das andere und die Motivation ist schlichtweg nicht vorhanden. Dann schiebt man schon mal einige Tage alles vor sich her.

Woher nimmt man nur die Motivation? Wo soll man anfangen? Und woher nehmen sie scheinbar alle anderen?

„Beginne mit dem Notwendigen, dann tue das Mögliche – und plötzlich wirst Du das Unmögliche tun.“ Franz von Assisi

Übungen mit denen die Motivation leichter fällt

  • Innenschau halten

Wie findet man heraus, was einen motiviert?

Eine der schwierigsten Aufgaben ist es, überhaupt herauszufinden, was einen in Gang setzt. Hier hilft nur achtsames Ausprobieren und immer wieder Innenschau halten. So führt meist nicht (nur) eine große Willenskraft und Disziplin zum Erfolg, sondern auch das Bewusstmachen des Wofür.
Finde außerdem heraus, was dich blockiert: Schau einmal, was dich wirklich aufhält. Häufig denken wir, dass es zu schwer oder zu kompliziert ist. Manchmal sind auch tiefer liegende Ängste der Grund oder aber, dass wir etwas tun müssen, was einfach nicht richtig für uns ist.

Tipp: Nimm dir 15 bis 20 Minuten am Tag Zeit zur Reflexion deiner Ziele. Finde heraus, ob ein bestimmtes Vorhaben deiner persönlichen Entwicklung und Freiheit dient.

  • Intentionen & Ziele setzen

Setze dir eine Intention für deinen Tag. Halte jeden Tag in der Früh eine kleine Liste an Dingen fest, die du im Laufe des Tages erledigen möchtest. Schreibe zusätzlich am Abend zwei bis drei Dinge auf, die du an diesem Tag besonders genossen hast. Die Listen müssen sich nicht überschneiden oder überhaupt zusammenhängen. So wirst du bereits nach einigen Tagen mit einer anderen Haltung und mehr Motivation in den Tag starten.

  • Zeitpläne erstellen

Große Ziele wie etwa “ich will eine Weltreise machen”, können einen schnell übermannen. Diese in kleine Teilziele aufzuteilen, hilft enorm. Ohne konkrete Zwischenschritte wird man den Traum in ein paar Jahren vermutlich noch immer vor Augen haben, ohne ihm einen Schritt näher zu sein. Für kleinere Aufgaben kann man sich besser motivieren und sie sind schneller erfüllt. Denn immer wieder gelungene, kleine Schritte machen Mut und motivieren zu größeren Schritten. So kommt man Schritt für Schritt dem übergeordneten Ziel näher.

Tipp: Schaffe dir einen Kalender an, in dem du alle Einzelschritte bis auf den Tag genau notieren kannst. Das hilft bei der Visualisierung und dabei, Ordnung zu halten. So lässt es sich viel leichter motivieren! Besonders, wenn man hinter jede erledigte Aufgabe ein Häkchen setzen darf, ;-) 

„Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.“ — Demokrit

  • Positives Denken trainieren

Jeder kennt die kleine Stimme im Ohr, die uns zu flüstert, dass wir nicht gut genug sind und unser Ziel sowieso nie erreichen können. Wenn wir dieser Stimme zu viel Macht geben und auf sie hören, tritt genau das ein - wir sind demotiviert, schreiten nicht voran und erreichen somit auch nie unser Ziel. Positiv denken schafft man nicht von einen auf den anderen Tag, man muss es immer wieder üben. Die Stimme stumm schalten und etwas mutig sein. Nach einiger Zeit, und einigen Erfolgen, wird auch das Unterbewusstsein die neuen Denkmuster leichter annehmen und die innere Stimme positiver ausgerichtet werden.

  • Partner in Crime suchen

Sich allein zu motivieren ist schwer, sich gegenseitig zu motivieren ist hingegen wesentlich leichter. Außerdem sind Pläne mit anderen verbindlich, während man die Pläne mit sich selbst gut aufschieben kann. So entwickeln sich schneller Routinen und außerdem macht das meiste zu zweit oder in einer Gruppe sowieso viel mehr Spaß. 

  • Pause machen

Wer sich konstant pushed und den inneren Schweinehund nicht auch einmal gewinnen lässt, wird schnell ausgelaugt sein. Ständig aktiv und produktiv zu sein, sollte nicht das Maß sein. Das Leben ist zu wertvoll dazu. Letztlich leidet die Produktivität auch darunter. Körper und Geist brauchen Regenerationsphasen, um dann mit doppelter Power durchstarten zu können. Gönne dir Pausen, schaffe dir deinen Raum der Ruhe, deine Auszeiten im Alltag und achte auf genügend erholsamen Schlaf.

Wir hoffen, wir konnten dich mit diesen Punkten etwas inspirieren und die Motivation in dir erwecken.