Im Wechsel - was nun? Ein Interview mit Hormonexperten Dr. Christian Matthai

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Im Wechsel - was nun? Ein Interview mit Hormonexperten Dr. Christian Matthai

Rund 1,3 Millionen Frauen in Österreich sind laut Statistik Austria 40 bis 60 Jahre alt, kommen also in Frage, in den Wechseljahren zu leben. Jährlich sind es rund 60.000, für die ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

Eine Phase, in der viele Betroffene mit Hormonveränderungen, Schweißausbrüchen, Gewichtszunahme, Müdigkeitsphasen und Schlafstörungen kämpfen. Beschwerden, die von jeder Frau unterschiedlich wahrgenommen werden. Vielen Betroffenen kann schnell und mit natürlichen Mitteln geholfen werden. Aber nur wenige Frauen sprechen offen über ihre Probleme und über ihr Unwohlsein in der Lebensmitte. Wir haben mit unserem Experten Dr. Christian Matthai gesprochen und ihn zu dieser wichtige Phase befragt.

 

Dr. med. Christian Matthai, 39, ist Endokrinologe, d.h. er beschäftigt sich mit der Wirkung von Hormonen. Darüber hinaus hat sich der gebürtige Berliner, der in Klagenfurt aufwuchs und seit 1995 in Wien lebt, als Ernährungs- und Lebensstil-Experte einen Namen gemacht. Im Selbstporträt legt er Wert auf die Feststellung: „Ich esse leidenschaftlich gerne und liebe schwarze Schokolade“. Ein Interview über das Thema Wechseljahre im Allgemeinen und Ernährung im Speziellen:

Wie versuchen Sie Frauen die Angst vor Wechselbeschwerden zu nehmen?

Dr. med. Christian Matthai: „Der Lebensstil ist ein Faktor, den man immer miteinbeziehen sollte. Ernährung, Bewegung und Vitalstoffe spielen hier eine Rolle. Die Frau kann selbst einen Teil dazu beitragen, dass die Beschwerden, sofern denn welche auftreten, möglichst gering gehalten werden. Ungesund ernähren, übergewichtig werden, sich nicht bewegen und vielleicht auch noch rauchen – alles Mittel, die dazu führen werden, dass die Beschwerden schlimmer werden.“

Wie kann man dem entgegenwirken?

„Es gibt Untersuchungen, dass Frauen, die einen gesunden Lebensstil pflegen, deutlich seltener an Wechselbeschwerden leiden als Frauen, die das nicht tun. Die Frau kann also präventiv etwas tun, damit der Wechsel eben dementsprechend mild und sanft über die Bühne geht.“

Was empfehlen Sie konkret?

„Ich versuche meine Patientinnen auf den Wechsel langsam vorzubereiten. Frauen mit Mitte bis Ende 40 sage ich, dass der Wechsel naht und es für die hormonelle Umstellung wichtig ist, dass man sich entsprechend ernährt und bewegt und auch mit dem einen oder anderen Vitalstoff versorgt. Weil eben der Mehrbedarf da ist. Es finden Veränderungen statt, das Gewicht geht in den meisten Fällen nach oben. Die meisten Frauen nehmen ungewollt und auch unverschuldet zu. Wenn man da rechtzeitig mit einer klugen Strategie gegensteuert, die eben immer Ernährung, Bewegung und Vitalstoffmedizin beinhaltet, kann man den ganzen unerwünschten Nebenwirkungen gut entgegenwirken.“

Mehr Infos:  www.matthai.at

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