Mit Hormonyoga entspannt ins Neue Jahr

Mit Hormonyoga entspannt ins Neue Jahr

Erfreulicherweise, enden irgendwann auch die Wechseljahre. Ist man mittendrin, können sie allerdings ganz schön das Leben auf den Kopf stellen. Heute ist es zum Glück einfacher denn je, selbst das Ruder in die Hand zu nehmen und wieder die Kontrolle über Körper und Geist zu gewinnen. Das A und O ist die richtige Ernährung + wesentliche Supplemente, um eine gesunde Basis zu schaffen. Weiter aufbauen lässt sich zum Beispiel mit Stressreduktion und die Hormonbalance fördernden Praktiken wie Yoga. Im Hormonyoga, liegt, wie der Name schon verrät der Fokus auf einer Harmonisierung der Hormone und seelischer Ausgeglichenheit.

"In den Wechseljahren ist Yoga ein wertvoller Begleiter, der uns Frauen helfen kann, uns selbst nahe zu kommen und die Bedürfnisse des eigenen Körpers und Geistes zu entdecken." - Anna Trökes

Unsere Art und Weise, älter zu werden, hat tatsächlich mehr mit unserren Vorstellungen und Einstellungen zum Alter zu tun als mit anderen, äußeren Faktoren. Die Veränderungen der Wechseljahre können leicht oder beschwerlich sein. Mit Yoga als umfassendes System für den Körper und zur persönlichen Entwicklung kann man den Prozess in der Lebbensmitte positiv beeinflussen.

Woher kommt Hormonyoga?

Dinah Rodrigues (geboren 1927) entwickelte mit Mitte 60 das ganzheitliche Hormonyoga, um den sinkenden Hormonspiegel wieder zu heben. Damit sollten sich Frauen präventiv auf die Zeit der Wechseljahre vorbereiten und Wechseljahresbeschwerden auf natürliche Art lindern können. In dem Stil sind Elemente aus verschiedenen Yoga-Richtungen vereint. Diese sollen alle gezielt auf Eierstöcke, Schilddrüse, Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und Nebennieren wirken. Rodrigues, diplomierte Philosophin und Psychologin aus Sao Paulo praktiziert und unterrichtet seit über 40 Jahren Yoga und ist der beste Beweis für die Wirkung des Yogas. Dank ihrer intensiven Hatha-Yoga-Praxis kam sie selbst beschwerdefrei durch ihre Wechseljahre und strrahlt auch heute noch Energie und Lebensfreude aus.

1993 führte die Brasilianerin eine Studie durch, um die Wirkungen von Hormonyoga gegen die Symptome von hormonellem Ungleichgewicht wissenschaftlich zu bestärken. Die Studie verdeutlicht, dass bei regelmäßigem Praktizieren von Hormoonyoga der Hormonspiegel um bis zu 200 Prozent angehoben werden kann.

So hilft Yoga in den Wechseljahren

Yoga ist zwar keine Therapie im medizinischen Sinne, kann sich aber sehr positiv auf unseren Körper auswirken und die Gesundheit stärken. Daher wird es oft sogar als begleitende Behandlung von Krankenkassen anteilig bezahlt.

Mit speziellen und bewährten Übungen, gibt Hormonyoga jeder Frau in dieser Lebensphase praktische "Werkzeuge" an die Hand, um das hormonelle Ungleichgewicht zu harmonisieren, Regeneration und Verjüngung zu ermöglichen und Wechselbeschwerden zu lindern. Das Hormonyoga funktioniert über eine kluge Kombination aus Asanas, also Körperhaltungen, Atmung und Energielenkung. Diese einzigartige und sehr wirksame Kombination unterscheidet es sehr deutlich von anderen Yogastilen. Die Hormonyoga-Übungsreihe ist aus Asanas zusammengesetzt, die direkt auf die weiblichen endokrinen Drüsen (= Drüsen, die für die Hormonproduktion verantwortlich sind, bspw. Schilddrüse oder Nebennieren) und Organe wie Eierstöcke wirken. Atemübungen und anschließende Energielenkung zu den Hormondrüsen verstärken diese Wirkung. Da insbesondere Stress sehr schädlich für die Produktion der weiblichen Hormone ist, nehmen auch Entspannungsübungen einen großen Teil der Hormonyoga-Praxis ein. Yoga Nidra, Meditation oder Savasana können helfen, Strerss entgegenzuwirken und ihm vorzubeugen. Damit ist Hormonyoga ein ganzheitliches System und wirkt sich neben der Hormonproduktion auch positiv auf Stoffwechsel, Immunsystem und Kreislauf aus. Langfristig kann eine gesteigerte Hormonproduktion auch Erkankungen wie Osteoporose oder Herz-Gefäßerkrankungen vorbeugen.

"Ich habe wieder ein Gefühl für meinen Körper bekommen, spüre, was ihm guttut und was nicht. Durch die Entspannung reduziert sich erwiesenermaßen auch das Stressessen." - Susanne Fröhlich übber Hormonyoga

Ausgleich für Körper und Seele

Im Yogasutra, einem 2500 Jahre alten Yogatext, gibt uns der Weise Patanjali eine Anleitung, wie wir tiefes, inneres Glück erfahren können. In dem "Leitfaden des Yoga" erklärt er, dass Glück und Unglück ihren alleinigen Ursprung in unserem Geist haben. Eine Ursache für unser Leid sei demnach, dass alles, auch wir selbst, einer ständigen Veränderung unterworfen sind - und dass wir dies nicht akzeptieren können. In den Wechseljahren werden Frauen noch einmal umso deutlicher mit Veränderungen und Verlusten konfrontiert.

In seinem Text beschreibt Patanjali, wie man mit allem, was das Leben einem entgegenbringt, entspannter umgehen kann. Man sollte sich in den Lebensfluss begeben und, anstatt den Wandel zu bekämpfen, mit ihm gehen. Patanjali empfiehlt dazu zum Beispiel die regelmäßige Praxis von Asana (Körperübungen), Pranayama (Atemtechniken) und Meditation. Außerdem legt er fünf Grundeinstellungen (Niyamas) für ein glückliches Leben dar.

Mehr dazu hier: Die fünf Niyamas

Gutes für dein Herz

Das Hormonyoga hilft nicht nur bei direkten Auswirkungen der Wechseljahre, sondern ist auch gut zur Präventions von indirekten Folgen wie Herzerkrankungen. Eine Auswertung internationaler Studien der University of Exeter in England über Erkrankungen der Herzkranzgefäße zeigt, dass sich mit Yoga Risikofaktoren wie erhöhte Bluttfettwerte und Übergewicht effektiv verringern lassen. Die besten Voraussetzungen für ein starkes, gesundes Herz.

Hormonyoga gegen die Hitze

Insbesondere durch seine entspannende Wirkung auf psychosomatischer Ebene, kann Hormonyoga Hitzewallungen vorbeugen. Eine Studie der Universität Duisburg-Essen zeigt zudem, dass Antriebslosigkeit, depressive Verstummungen und auch Ängstlichkeit durch zweimal 90 Minuten Yoga pro Woche deutlich abnehmen. Auch die Fakultät für Medizin in Boston kam zu diesem Ergebnis. Hier wurde herausgefunden, dass regelmäßiges Yoga die GABA-Werte erhöht. GABA ist ein Neurotransmitter, der das Stresslevel, sowie Ängstlichkeit reduziert. Laut der amerikanischen Studie steigt der GABA-Wert bereits nach einer Yogastunde um 27 Prozent.

Slow-Aging-Effekt

Bei einer weiteren Studie der Freien Universität Berlin mit 250 Probanden kam heraus, dass Yoga schon nach vier Wochen bei 75 bis 95 Prozent der Teilnehmenden Kopf- und Rückenschmerzen, Bluthochdruck. sowie Schlafstörungen mindern kann. Vor allem ein gesunder Schlaf wirkt sich sehr positiv auf den Alterungsprozess aus. In der Nacht durchläuft der Körper ein umfassendes Regenerationsprogramm, bei dem sich Gehirn und Organe erholen und reinigen können und die Haut und das Bindegewebe erneuert werden.

Was unterscheidet Hormonyoga von anderen Stilen?

Genau genommen ist Hormonyoga kein Stil. Es handelt sich vielmehr um eine Übungssequenz, die individuell angepasst werden kann. Es übernimmt die aus dem Kundalini Yoga bekannte Technnik des Übens mit Bhastrika-Atmung und der anschließenden Energielenkung zu den Hormondrüsen. Mit der Kombination aus Atmung, Bewegung, Hasta Mudras und Meditation ist es eine einzigartige Möglichkeit, mit Achtsamkeit durchs Leben zu gehen.

Wie geht Hormonyoga?

So, wie die meisten Dinge, die sich positiv auf die Hormonregulation auswirken sollen, muss auch das Hormonyoga regelmäßig ausgeübt werden, um seine Wirkung zu entfalten. Zu Beginn am besten täglich. Da man eigentlich schon nach kurzer Zeit der regelmäßigen Praxis viele positive Verbesserungen des Allgemeinnempfindens bemerkt, ist das meistens genug Motivation, um dabei zu bleiben.
Auch wenn man möglichst schnell möglichst viel erreichen will, sollte man trotzdem immer das eigene Wohlbefinden im Auge behalten und sich auch mal eine Auszeit gönnen, wenn der Körper sie verlangt.

Die Dauer einer Übungsreihe beträgt durchschnittlich 30 Minuten, inklusive Aufwärmübungen und lässt sich so gut in den Alltag integrieren. Wichtig zu beachten ist auch, dass die Intensität der Übungen an die körperlichen Fähigkeiten und Befindlichkeiten angepasst werden können. Hier empfiehlt sich, einfach herumzuprobieren, was sich gut anfühlt. Damit das Hormonyoga seine Wirkung ideal entfalten kann, sollten die Übungen sehr bewusst und entspannt ausgeführt werden. Dinah Rodrigues hat für dieses spezielle Training Übungen ausgewählt, bei denen bereits durch die Körperhaltung eine manuelle Stimulation der Hormondrüsen ermöglicht wird.

Hier findest du Hormonyoga-Übungen: