Sexualität im Wechsel - auf Veränderungen eingehen lohnt sich

Sexualität im Wechsel - auf Veränderungen eingehen lohnt sich

Sexualität im Wechsel bedeutet auf seine Bedürfnisse einzugehen

Sexuelle Energie ist die universelle Kraft und Quelle für unsere Lebens-Lust! Sobald wir sexuell angetrieben, motiviert sind, sorgen nämlich chemische Stoffe in unserem Körper dafür, dass wir uns automatisch wohler und dynamischer fühlen. Wir sind förmlich wie unter elektrischer Spannung, die durch unsere Zellen pulst. Unsere Haut wird praller, weil sie besser durchblutet wird, unsere Nervenzellen sind auf Entspannung gepolt und alle unsere Sinne sind wie mit einem Weichzeichner vorbereitet, zur völligen Hingabe ans Leben.

Wie schön, wenn diese Stimmung ewig andauern könnte und uns in Ekstase und Glücksgefühl schweben lässt, doch dem ist nicht so. Mit dem Eintreten der körperlichen Wechselbeschwerden und dem damit einhergehenden inneren Gefühlschaos haben wir erst mal null Lust auf irgendwas, am wenigsten auf Berührung. Wir sind in dieser Zeit sehr beschäftigt mit uns selbst und wollen uns eher „Menschen vom Leib halten“, als mit ihnen zu verschmelzen.

Wir sind bemüht, unsere Unpässlichkeiten in den Griff zu bekommen und endlich wieder innerlich das Gefühl von Ruhe und Zufriedenheit zu spüren und das macht erst mal Stress. Dadurch wird Cortisol im Körper produziert, so ziemlich der letzte Gast, den wir uns auf einer sinnesberauschten Party einladen würden. Er hemmt die weite, offene Bereitschaft zum Liebesspiel und macht eng und aus Enge entsteht Angst. Die ist nun auch alles andere als prickelnd. Also, wie aussteigen aus der vermeintlichen Sackgasse und wieder ins Fließen kommen mit der eigenen Lust? Zuallererst alles annehmen, wie es ist, statt krampfhaft zu versuchen über den Kopf Lust zu erzeugen.

Die Natur hält viele pflanzliche Wirkstoffe gegen Wechselbeschwerden bereit
Die Natur hält viele pflanzliche Wirkstoffe gegen Wechselbeschwerden bereit

 

Über die Begegnung mit der Natur können wir in die eigene Natürlichkeit zurückfinden, erspüren, was uns gut tut und uns bewusst mit den Elementen auseinandersetzen: 

Erde: selbst Boden unter den Füßen zu spüren gibt Halt und ist die Voraussetzung, um sich selbst zu öffnen …

Feuer: sich „auflösen“ und tanzen in lodernden Flammen, in der Hitze schmelzen …

Wasser: eintauchen, leicht werden, sich tragen lassen, hingeben, fließen …

Luft: Freiheit spüren, die zarte Berührung des Windes auf der Haut zulassen, sich liebkosen lassen von Sonnenstrahlen … 

Wir dürfen zulassen, dass sich der eigene Rhythmus jetzt verändert hat und darauf bewusst eingehen. Es tut gut, sich vermehrt Zeit zu nehmen, um die eigene Sinnlichkeit zu erspüren - den eigenen Körper liebevoll selbst wiederentdecken und zum Leben erwecken, durch Tanzen und Massagen.

Die Sinne lassen sich beispielsweise so anregen: Gerüche, Geschmack (Aphrodisiaka, ayurvedische Gewürze, rote Säfte, Avocados, Artischocken, Austernpilze, Austern, Meerestiere, Nudeln ...), Klänge (Lounge-, oder Chill-out Musik), spielen, experimentieren.

Es hilft auch, neue Wege zu entdecken -  z. B. Tantra- Erfahrungen - und mit den eigenen „Unannehmlichkeiten“ spielerisch umzugehen. Trockene Schleimhäute bedeuten noch lange nicht, dass ein lustvolles Verschmelzen nicht möglich ist - natürliche Cremen, oder Gels mit pflanzlichen Extrakten, können gemeinsam ins Liebesspiel integriert werden. Männer sind immer bereit, uns in unserer Lust zu fördern. Wir dürfen sie ruhig an der Hand nehmen und sie mit in unser neues Reich der Sinne nehmen.

Ein Klimawechsel tut gut und entspannt vom Alltagsstress
Ein Klimawechsel tut gut und entspannt vom Alltagsstress

 

Dadurch erlauben wir uns, uns selbst frei zu erfahren und zu entfalten, in erster Linie für uns selbst und unsere neuen Bedürfnisse und Vorlieben. Automatisch kommen wir so in einen kreativen Flow, der uns hilft, unser Leben neu zu gestalten und brechen aus starren Normen und engmaschigen Formen aus. Das oftmals „trockene Flussbett“ wird dann von selbst wieder von Leben durchströmt.
 

Sobald wir unsere Aufmerksamkeit von unseren Wehwehchen weggelenkt haben, zu einer neuen Sichtweise auf unser Leben, kann so langsam wieder Freude einkehren und dadurch kommen auch das Kitzeln und das Prickeln in unseren Alltag. Wir erobern uns unsere eigene Lust zurück, nehmen die Welt wieder erotisch wahr und gewinnen letztlich neben einer erweiterten und integrierten Sexualität eine enorme Lebensenergie - das Lebenselixier für Gesundheit und wahre Schönheit.
 

So ist es nicht verwunderlich, dass Frauen in der Lebensmitte so unwiderstehlich anziehend wirken. Sie sind gelöst vom Anforderungsdruck, entspannter und freier. Gönnen wir uns jetzt, uns selbst zu nähren und in einer gewaltigen Fülle dem Leben entgegenzulachen. Dann lacht es zurück, und wie!  ich kann das nur bestätigen und euch dazu ermutigen.
 

Eure Alexandra

 

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Fotos:
Alexandra Gomez

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