Hormone, die happy machen – wie du Glücklichsein trainieren kannst

  • Dr. Schreibers
  • Hormone, die happy machen – wie du Glücklichsein trainieren kannst

Hormone, die happy machen – wie du Glücklichsein trainieren kannst

In den Wechseljahren ändert sich unser Hormonhaushalt, was nicht immer für Euphorie und tanzende Herzen sorgt: Der Körper produziert weniger Östrogen und auch der Progesteron-Spiegel fällt ab. Müssen uns diese physischen Veränderungen aber auch gleichzeitig aufs Gemüt schlagen und uns psychisch stressen? Keineswegs! Immerhin sollten wir uns nicht nur mit der Kehrseite der „Hormon-Medaille“ beschäftigen, sondern können das Thema Hormone auch zu unseren Gunsten nutzen - indem wir uns ganz einfach unsere eigene biochemische Glücksfabrik erschaffen!

Das bedeutet zum einen, dass wir unseren Fokus und unsere Perspektive immer wieder eigenverantwortlich wählen und ausrichten können und uns rund um die Wechseljahre weniger auf das konzentrieren dürfen, was uns schwächt und stattdessen mehr von dem feiern sollten, was uns stärkt: die Idee der fabelhaften Lebensmitte als sprühendes Feuerwerk an Selbstachtung, Lebenserfahrung und Mut zur Weiblichkeit.

Zum anderen, können wir sprichwörtlich unseres eigenes Hormonglücks Schmied werden, denn wenn wir wissen, wie Glück im Körper entsteht und welche Glückshormone wir als Botenstoffe brauchen, können wir (in der Menopause) ganz gezielt jene Aktivitäten in unserem Alltag setzen, die unsere Freude aktivieren. So haben wir tatsächlich proaktiven Einfluss auf unser Glücksempfinden und beugen Stimmungsschwankungen vor. 

Mit diesen 6 Glückshormonen jubelt dein Gehirn:

Oxytocin: Das „Kuschelhormon“ wird ausgeschüttet, wenn wir andere umarmen oder kuscheln und wenn unsere Haut berührt wird – es fördert die emotionale Bindung zwischen Partnern und auch die zwischen Mutter und Kind. Aber auch wenn wir Zeit mit unseren Haustieren verbringen, zum Beispiel einen Spaziergang mit dem Hund machen, ist das Balsam für die Oxytocin-Seele. Weitere Ideen: uns mit einer Massage etwas Gutes tun oder romantische Filme schauen – auch das aktiviert unser Glücksempfinden.

Endorphine: Endorphine werden auch als „Gute-Laune-Hormone“ bezeichnet. Sie reduzieren den Schmerz, wenn wir uns beispielsweise verletzen und sie sorgen für eine Art „Rauschzustand, den wir durch Ausdauersport wie Laufen (denk an das sogenannte „Runners High“) oder durch Sex oder positive Erlebnisse, Reisen oder Lachen herbeiführen können. Es entsteht dabei ein Energieschub.

Serotonin: ist das Wohlfühlhormon - es sorgt für Balance und innere Zufriedenheit. Vor allem mit der Ernährung haben wir hier einige Glücksbausteine zur Hand. Bei Tryptophan beispielsweise handelt es sich um eine Aminosäure, die ein wichtiger Botenstoff zur Serotoninbildung ist - es ist quasi eine Vorstufe von Serotonin. Unter anderem ist Tryptophan in Nüssen (Cashews), Fisch, Kartoffeln, Linsen, Bananen, dunkler Schokolade oder Eiern zu finden. Zu betonen ist hier allerdings, dass es weniger darum geht, einzelne Lebensmittel als der Weisheit letzter Schluss zu sehen als vielmehr gesamtheitlich ein besseres Bewusstsein für den Faktor Ernährung zu entwickeln und sich vor allem auch um seine Darmgesundheit zu kümmern, damit die Nährstoffe überhaupt aufgenommen werden können im Körper. Wichtige Vitalstoffe für unsere Stimmung sind übrigens auch alle B-Vitamine: Sie tragen zu einer normalen psychischen Funktion bei und sind beispielsweise in unserem Produkt „Wechseljahre forte“ vorhanden  - interessant für alle, die sich natürliche Unterstützung wünschen.

Schlussendlich, sind auch Tageslicht und die Sonne essentiell für unser Glück und auch unsere Gehirngesundheit. Durch Sonneneinstrahlung wird Vitamin D produziert, was den Fluss der Botenstoffe Serotonin und Dopamin regelt.

Dopamin: löst ein Gefühl von Motivation und Belohnung aus. Bereits 20 Minuten lockeres Laufen reichen aus, um Dopamin auszuschütten - bei hoch intensiven (Intervall)-Trainings (HIIT) passiert das bereits nach einigen Minuten. Auch entspannende Methoden wie Yoga, Meditation oder das Hören von Instrumentalmelodien (z.B. Piano-Musik) aktivieren Dopamin – genauso, wenn wir etwas Schönes in der Natur entdecken, die Vögel zwitschern hören, Lust am Leben empfinden oder Vorfreude spüren. Interessant: (Berufliche) Erfolge und ein Gefühl von Stolz-Sein beeinflussen unsere Stimmung ebenso.

Noradrenalin: steigert die Aktivität, macht uns wacher und konzentrierter und unterstützt uns vor allem in Stress-Situationen. Eine große Dosis Noradrenalin produzieren wir, wenn wir abenteuerliche Dinge erleben, die unseren Blutdruck steigen, unser Herz schneller schlagen lassen und unseren Kreislauf aktivieren. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung verbessert und wir sind leistungsfähiger. Gute Aktivitäten sind hier Achterbahnfahren, Bungee Jumpen oder Sportarten wie Klettern oder Kanufahren.  

Phenethylamin: aktiviert das Lustempfinden. Typischerweise, empfinden wir dieses Gefühl, wenn wir verliebt sind (Kribbeln im Bauch). Das können wir zwar nicht steuern und uns auf Knopfdruck wünschen, aber wer weiß, was die Zukunft bringt ;-)

Glück katalysieren ist also gar nicht so schwer – und wer weiß, was es braucht, um die ganze Bandbreite an Hormonen abzudecken, verfügt über eine Art „Anleitung zum Glücklichsein“, die es erlaubt, eigenverantwortlich und lustvoll am eigenen Wohlbefinden zu arbeiten und viele helle Tage in sein Leben zu ziehen. Sport, Bewegung und Ernährung sind dabei auf jeden Fall essentielle Bausteine.

Extra-Turbo-Tipp: Such dir aus der obigen Liste aus jeder Kategorie ein oder zwei Aktivitäten oder Themen aus, die du in deine Woche einplanen kannst und bau dir so deine persönliche Glücksstrategie. Viel Spaß und natürlich viel Glück!