Kampf der Hormone

Kampf der Hormone

Wenn Wechseljahre und Pubertät aufeinander treffen, kann es ja nur zu Konflikten kommen. Mein 19jähriger Sohn, das Testosterontierchen, raubt mir derzeit den letzten Nerv. Patzige Antworten bin ich ja schon von ihm gewöhnt, aber ich habe den leisen Verdacht, dass er mich derzeit vollkommen absichtlich auf die Palme bringt – dabei sollte die „Grenzen austesten“-Phase eigentlich schon abgeschlossen sein. Ich wünschte, ich könnte etwas gelassener bleiben, aber er ist hier nicht der einzige, mit dem die Hormone Schlitten fahren.


Kürzlich habe ich zu meinem Mann gesagt, ich würde mir etwas mehr Verständnis seitens des Juniors für meine Situation wünschen, worauf er (der Mann, nicht der Sohn) in schallendes Gelächter ausgebrochen ist und mit „Das glaubst aber nicht wirklich, oder?“ Das hat mich etwas nachdenklich gestimmt. Er hat ja nicht unrecht. Wie kann ich von einem 19jährigen verlangen, etwas für ihn so abstraktes wie „Wechseljahre“ zu verstehen. Obwohl wir ja mehr oder weniger im selben Boot sitzen, was Zeiten der Veränderung anbelangt. Und das nächste Mal, wenn er frech ist, ändere ich einfach das WLAN-Passwort. So als ganz moderne Mama.

Liebe Grüße,
Eure Gerda

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